Derailed (USA 2005, Mikael Håfström)

"Derailed" hätte ein richtig klasse Film sein können. Die Atmosphäre des Thrillerdrama und die Darsteller stimmen zu hundert Prozent. Leider muss am Ende der in die Mode gekommene unweigerliche Storytwist folgen, auch ist das (erste) Finale im Hotelzimmer übertrieben und unnötig, letzteres ist auch noch das (moralisch zudem fragwürdige) Nachspiel. Stattdessen hätte mir eine deutlich stärkere Gewichtung auf dem Dramateil gefallen, sprich: der Konflikt des Protagonisten (Clive Owen ist auf dem Weg einer der besten Darsteller zu werden, wenn er es nicht schon ist) mit seiner Familie stärker behandelt werden müssen, denn hier ist der Film doch leider recht knapp. Obwohl ich "Derailed" mit seiner lange Zeit ruhigen und zurückgenommenen Inszenierung über weite Strecken richtig hochklassig fand, gibt es von mir "nur" 6 Punkte, dafür liegen mir die Schwächen (die Schlusseinstellung ist ja auch noch mal sehr, sehr übel -> Favorit für worst Schlusseinstellung des Kinojahres) viel zu sehr im Magen.
Kazushi - 17. Sep, 16:55
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